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The day my american dream died

Ich sitze gerade in meinem Lieblingsbüro. Und zwar im Speisewagen eines ICEs der DB. Statt auf den Schienen im Hamsterrad zu rollen, wäre ich jetzt lieber im Pit eines Agnostic Fronts-Konzerts. Auf den Ohren habe ich nämlich deren neue Scheibe: The american dream died.  Die Message des Albums ist klar. Nicht nur durch dessen Titel. Natürlich ist die Message auch „aktueller den je“ (Anmerkung des Autors: streng genommen ist dies ein Zitat des Sängers meiner alten NYHC Band von einem Konzert im legendären Café Central in Weinheim in ca. 2001).  Einverstanden, Polizeigewalt – Name des dritten Songs; mit NWA Tribut geschmückt; erster geiler Breakdown im Album, f-Wörter - ist durchaus ein Thema in den USA; gerade, schon immer und bestimmt auch noch ganz lange. <realshit>Roger Miret mitsamt Anhang machen demnach alles richtig und zeigen mit dem Album jedem wofür NYHC jemals stand  (Confronting all those who oppose the definition of how we live) und auch heute noch steht (This is our life. This is our scene. This is my passion . Never walk alone. #hammertrack). </realshit> Textlich dreht sich also alles eher um einen großen gesellschaftskritischen Mittelfinger Richtung großer Bruder. Und das auch gar nicht trotzig sondern ganz schön direkt. Als mein Sänger das damals bei dem besagten  so deutlich ausgesprochen haben, verließen ein paar "von den Forces" das Konzert mit den Worten „Seems like a fucking HC-Concert“. Haben wir uns damals sagen lassen. Haben wir uns seitdem auch immer wieder erzählt. Nostalgisch geht’s übrigens auch beim Album zu. Textliche Anspielungen auf die NYHC-Geschichte lassen es einem  immer wieder warm ums Herz  werden (I don’t want to hear it...).   Musikalisch ist alles tight like a tiger. Die wohohooos zaubern mir gerade dermaßen ein Grinsen auf mein Gesicht und wecken  das Verlangen in mir, etwas paulaförmiges in die Hand zu nehmen, sich die Socken bis zum Knie hochzuziehen, ein paar Airkicks aus den alten Knien locken und Stigmas Riffs einfach mal geradeaus mitzuhauen. Wenn ich dem Video Glauben schenken darf ist das Album mit EMGs und Marshalls eingespielt. So klingt es auch. Nach extrem warmen Brett. Verdammt tight klingen die Riffs, die ein wenig vom Metalcore-Trend weg wieder Richtung HC der späten 80er gehen. Das bedeutet massig  dramatische Breakdowns, schönes Gefiepe, Bassläufe bei denen invisible Ninjas zum Tanz auffordern, Gebelle und ....und....Stigma in Topform. Ganz groß.   I miss the old New York.   01. Intro 02. The American Dream Died 03. Police Violence 04. Only in America 05. Test of Time 06. We Walk the Line 07. Never Walk Alone 08. Enough is Enough 09. I Can't Relate 10. Old New York 11. Social Justice 12. Reasonable Doubt 13. No War Fuck You 14. Attack! 15. A Wise Man 16. Just Like Yesterday
Stigma Soli - 100%

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Ich sitze gerade in meinem Lieblingsbüro. Und zwar im Speisewagen eines ICEs der DB. Statt auf den Schienen im Hamsterrad zu rollen, wäre ich jetzt lieber im Pit eines Agnostic Fronts-Konzerts. Auf den Ohren habe ich nämlich deren neue Scheibe: The american dream died.  Die Message des Albums ist klar. Nicht nur durch dessen Titel. Natürlich ist die Message auch „aktueller den je“ (Anmerkung des Autors: streng genommen ist dies ein Zitat des Sängers meiner alten NYHC Band von einem Konzert im legendären Café Central in Weinheim in ca. 2001).  Einverstanden, Polizeigewalt – Name des dritten Songs; mit NWA Tribut geschmückt; erster geiler Breakdown im Album, f-Wörter – ist durchaus ein Thema in den USA; gerade, schon immer und bestimmt auch noch ganz lange. <realshit>Roger Miret mitsamt Anhang machen demnach alles richtig und zeigen mit dem Album jedem wofür NYHC jemals stand  (Confronting all those who oppose the definition of how we live) und auch heute noch steht (This is our life. This is our scene. This is my passion . Never walk alone. #hammertrack). </realshit>

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Textlich dreht sich also alles eher um einen großen gesellschaftskritischen Mittelfinger Richtung großer Bruder. Und das auch gar nicht trotzig sondern ganz schön direkt. Als mein Sänger das damals bei dem besagten  so deutlich ausgesprochen haben, verließen ein paar “von den Forces” das Konzert mit den Worten „Seems like a fucking HC-Concert“. Haben wir uns damals sagen lassen. Haben wir uns seitdem auch immer wieder erzählt. Nostalgisch geht’s übrigens auch beim Album zu. Textliche Anspielungen auf die NYHC-Geschichte lassen es einem  immer wieder warm ums Herz  werden (I don’t want to hear it…).

 

Musikalisch ist alles tight like a tiger. Die wohohooos zaubern mir gerade dermaßen ein Grinsen auf mein Gesicht und wecken  das Verlangen in mir, etwas paulaförmiges in die Hand zu nehmen, sich die Socken bis zum Knie hochzuziehen, ein paar Airkicks aus den alten Knien locken und Stigmas Riffs einfach mal geradeaus mitzuhauen. Wenn ich dem Video Glauben schenken darf ist das Album mit EMGs und Marshalls eingespielt. So klingt es auch. Nach extrem warmen Brett. Verdammt tight klingen die Riffs, die ein wenig vom Metalcore-Trend weg wieder Richtung HC der späten 80er gehen. Das bedeutet massig  dramatische Breakdowns, schönes Gefiepe, Bassläufe bei denen invisible Ninjas zum Tanz auffordern, Gebelle und ….und….Stigma in Topform. Ganz groß.

 

I miss the old New York.

 

01. Intro
02. The American Dream Died
03. Police Violence
04. Only in America
05. Test of Time
06. We Walk the Line
07. Never Walk Alone
08. Enough is Enough
09. I Can’t Relate
10. Old New York
11. Social Justice
12. Reasonable Doubt
13. No War Fuck You
14. Attack!
15. A Wise Man
16. Just Like Yesterday

Image Credits: http://punktastic.com/news/agnostic-front-reveal-video-for-a-wise-man/, http://agnosticfront.com/



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'The day my american dream died' have 1 comment

  1. April 21, 2015 @ 10:52 am Dirk Diggler

    Nice! Ist schon ne Leistung, konstant so gutes Zeug abzuliefern. Auch wenn ich dir Nostalgie wegen jetzt erstmal die Riot Riot Upstart auflege!

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