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Asking Alexandria @ Schlachthof, Wiesbaden

Da Hank und ich Meister des Planens sind fängt der Abend pünktlich zur zweiten Halbzeit Eintracht gegen Paderborn in einem Dönerladen in Bornheim an. Sportsbar kann ja jeder. Während die ersten Bier euphorisch beim 1:0 Vorsprung der Eintracht gezischt werden ist die Laune schnell auf annehmbaren Niveau. Obwohl Niveau das letzte Wort ist, was einem bei der Kascheme einfallen sollte. Selbst das Thekeninventar mit Durchschnittsalter 68,75 und Bedienung Mehmet fühlen sich hier nicht mehr richtig wohl. Dazu kommt dann auch noch der Ausgleich von Paderborn. Der Abend findet seinen vorzeitigen Tiefpunkt dank einer desolaten Frankfurter Abwehr und einer 1:3 Auswärtsniederlage schon gegen viertel nach sieben und die Stimmung ist wie das Essen – Mies! Eigentlich hab ich keinen Bock jetzt noch nach Wiesbaden zu gehn, erst recht nicht nach dem Spiel. Anywho, was Besseres hat man auch nicht vor und die anfängliche Lethargie verschwindet dank Letlive. in der Anlage des Race Corsa auch schnell. Ankunft in Wiesbaden, Tankstellenbier austrinken, Fluppe in den Mundwinkel und Tickets holen. Saftige 7 Euro irgendwas als Aufschlag an der Abendkasse – meine Güte, die armen Teenies die hier sind müssen ordentlich Zeitungen austragen, um rein zu kommen. Obwohl, heutzutage ist ja nicht mehr der Zeitungen austragen die normale Einnahmequelle eines 14 Jährigen, sondern den Gesichtern nach zu urteilen eher Pot dealen und Hafenrundfahrten. Pünktlich nach der zweiten Vorband (Wer startet denn bitte ein Konzert WÄHREND die Heimmannschaft spielt) stehen Hank und ich dann auch schon mit Bier bewaffnet mittig im Schlachter, der ja anscheinend in irgendeinen Turm umzieht. Wahrscheinlich der neben dran, aber wer kann bei den ganzen Ortsproblemen auch schon den Überblick behalten. Meine Güte, mit 28 sollte man sich ja alles andere als alt fühlen, aber hier ist kein T-Shirt das man sieht älter als ein Jahr und man denkt, das Mama und Papa die Kleinen pünktlich um halb 12 vor der Halle abholen. Rebellion und so halt. Wenn man den Jünglingen zu zuhört müssen die Vorbands auch ganz ok gewesen sein. Natürlich waren alle Teenie Buben auch nur wegen der unbekanntesten Vorband da, deren erstes Album man natürlich schon beim Release direkt gehört hat. Echte Fans halt, da kann unsereins nicht mithalten. Aber wenn man ehrlich ist – meist sind es nie die Vorbands wegen denen man kommt (oder der Headliner). Eher schon die Special Guests, so wie das heute bei Hank und mir der Fall ist, The Ghost Inside sind der Grund unseres Aufschlagens. Das letzte mal in der Kapp gesehen, das Publikum damals auch ein Stück älter und der Pit entspannt schubsend. Mal schauen wie die Asking Alexandria T-Shirt tragenden Secrets Fans der ersten Stunde hier so rangehen. Wahrscheinlich mit im Wohnzimmer der Eltern geübten Violent-Dancing Einlagen, die den Zahnarzt des Vertrauens dank ausgetretener Zähne glücklich machen werden. Das sollte man hier verteilen, Flyer von Ärzten, die die Moschpit Stümper wieder zusammenflicken. Das merk ich mir. Als The Ghost Inside dann die Bühne stürmen fühle ich mich in meinen hellseherischen Fähigkeiten bestätigt – keine Minute ins Lied rein und der…
Mötley Crüe Party Factor - 96%
Fashion Gala - 91%

94%

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Da Hank und ich Meister des Planens sind fängt der Abend pünktlich zur zweiten Halbzeit Eintracht gegen Paderborn in einem Dönerladen in Bornheim an. Sportsbar kann ja jeder. Während die ersten Bier euphorisch beim 1:0 Vorsprung der Eintracht gezischt werden ist die Laune schnell auf annehmbaren Niveau. Obwohl Niveau das letzte Wort ist, was einem bei der Kascheme einfallen sollte. Selbst das Thekeninventar mit Durchschnittsalter 68,75 und Bedienung Mehmet fühlen sich hier nicht mehr richtig wohl. Dazu kommt dann auch noch der Ausgleich von Paderborn. Der Abend findet seinen vorzeitigen Tiefpunkt dank einer desolaten Frankfurter Abwehr und einer 1:3 Auswärtsniederlage schon gegen viertel nach sieben und die Stimmung ist wie das Essen – Mies!

Eigentlich hab ich keinen Bock jetzt noch nach Wiesbaden zu gehn, erst recht nicht nach dem Spiel. Anywho, was Besseres hat man auch nicht vor und die anfängliche Lethargie verschwindet dank Letlive. in der Anlage des Race Corsa auch schnell. Ankunft in Wiesbaden, Tankstellenbier austrinken, Fluppe in den Mundwinkel und Tickets holen. Saftige 7 Euro irgendwas als Aufschlag an der Abendkasse – meine Güte, die armen Teenies die hier sind müssen ordentlich Zeitungen austragen, um rein zu kommen. Obwohl, heutzutage ist ja nicht mehr der Zeitungen austragen die normale Einnahmequelle eines 14 Jährigen, sondern den Gesichtern nach zu urteilen eher Pot dealen und Hafenrundfahrten. Pünktlich nach der zweiten Vorband (Wer startet denn bitte ein Konzert WÄHREND die Heimmannschaft spielt) stehen Hank und ich dann auch schon mit Bier bewaffnet mittig im Schlachter, der ja anscheinend in irgendeinen Turm umzieht. Wahrscheinlich der neben dran, aber wer kann bei den ganzen Ortsproblemen auch schon den Überblick behalten.

Meine Güte, mit 28 sollte man sich ja alles andere als alt fühlen, aber hier ist kein T-Shirt das man sieht älter als ein Jahr und man denkt, das Mama und Papa die Kleinen pünktlich um halb 12 vor der Halle abholen. Rebellion und so halt. Wenn man den Jünglingen zu zuhört müssen die Vorbands auch ganz ok gewesen sein. Natürlich waren alle Teenie Buben auch nur wegen der unbekanntesten Vorband da, deren erstes Album man natürlich schon beim Release direkt gehört hat. Echte Fans halt, da kann unsereins nicht mithalten. Aber wenn man ehrlich ist – meist sind es nie die Vorbands wegen denen man kommt (oder der Headliner). Eher schon die Special Guests, so wie das heute bei Hank und mir der Fall ist, The Ghost Inside sind der Grund unseres Aufschlagens. Das letzte mal in der Kapp gesehen, das Publikum damals auch ein Stück älter und der Pit entspannt schubsend. Mal schauen wie die Asking Alexandria T-Shirt tragenden Secrets Fans der ersten Stunde hier so rangehen. Wahrscheinlich mit im Wohnzimmer der Eltern geübten Violent-Dancing Einlagen, die den Zahnarzt des Vertrauens dank ausgetretener Zähne glücklich machen werden. Das sollte man hier verteilen, Flyer von Ärzten, die die Moschpit Stümper wieder zusammenflicken. Das merk ich mir.

Als The Ghost Inside dann die Bühne stürmen fühle ich mich in meinen hellseherischen Fähigkeiten bestätigt – keine Minute ins Lied rein und der erste Fuß küsst einen Mund, und große Augen ob des Blutes glitzern im Dunkeln. So lass ich mir das Gefallen, das überlegen sich mindestens zwei Leute beim nächsten Mal besser. Ich kann mir dagegen mein gehässiges Lachen nicht verkneifen und werde angeschaut wie ne Kuh wenns donnert. Was übrigens nicht das letzte mal an dem Abend sein wird.

Achso, ja zu The Ghost Inside sollte man ja auch noch was sagen. Musik Blog und so. Top. So einfach. Feines Gedresche, und wegen den Videokameras (für ne Live DVD oder sonstwas) auf der Bühne platziert sind sie auch noch etwas enthusiastischer als das letzte Mal. Dem Publikum wird ordentlich eingeheizt, und meine schlechte Laune ist vollends weg nachdem ich meinen Schweiß im Pit verteilt habe. Ohne jemanden zu verletzen. The Ghost Inside gehen von der Bühne, ich an die Bar. Dann raus.

Wer waren diese Asking Alexandria nochmal? Ist jetzt auch egal, die Laune ist gut, also wieder rein. Musik ist gut, die Stand-Up-Comedyeinlagen sind RICHTIG gut. Not giving a fuck, weder gegenüber dem Publikum noch gegenüber den Bandmitgliedern, die anscheinend alle „Momas Dick sucken”. Oder so ähnlich. Ich schmeiß mich jedes Mal weg, wenn die Bierplautze des Leadsängers hinter der Flagge, die anscheinend als Sichtschutz dienen soll, zum Vorschein kommt. Stil ham die Jungs schon, das weiß zu gefallen.

Im Gegensatz dazu sind die Chöre, die das Teenievolk hier anstimmt, garnicht mein Ding. Dädödödödödödö dö dö, …. Seven Nation Army, … und alles andere peinliche halt. Da hat eigentlich nurnoch Helga schreien gefehlt. Trotzdem, irgendwie hat so ne gröhlende Halle doch was an sich, aber nur mit den richtgen Liedern. Und da gibt es für mich und meinen bierbenebelten Kopf natürlich nur eins – Schwarz Weis wie Schneeeeeee das ist die SGEEEEEEE! Klare Sache, das gröle ich jetzt Lauthals und die ganze Halle macht mit. Beim ersten Refrain habe ich genau einen überzeugt, es mir gleich zu tun. Beim zweiten, dritten, vierten und fünften Stand ich dann wieder ganz alleine da. Und das war das zweite Mal an dem Abend, dass ich von den Leuten um mich rum für nen Deppen gehalten werde. Naja, wenigstens amüsiert sich Hank köstlich. Was man zu Asking Alexandria sagen kann? Top Auftritt, auch wenn man der Meinung sein kann, dass der Sänger (der nach 35 aussieht, aber anscheinend 23 ist) im Tourbus zuviel Creed gehört hat. Irgend hat der Gesang nur halb zur Musik gepasst. Mir war, im Gegensatz zu dem Pseudo Engländer, der uns zugelabert hat, der Gesang zu laut abgemischt. Ich würde trotzdem wieder hingehen, weil die Jungs einfach klasse sind. Nehmen sich und die Leute nicht zu ernst und sind irgendwie einfach Rock ´n´ Roll.

 



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'Asking Alexandria @ Schlachthof, Wiesbaden' have 1 comment

  1. Oktober 22, 2014 @ 11:22 pm Hank Olson

    Anmerkungen:
    a) Ich bin immer noch überzeugt, dass TGI offizieller Headliner war. Fehldruck bei den Tickets.
    b) Wo ein Wille ist, ist leider nicht immer ein Pit.
    3) Wo waren eigentlich Stick To Your Guns?
    d) “Are you guys american? I came all the way from England.”

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